Gesundheit muss neu gedacht werden!

Videos unserer Botschafterinnen und Botschafter

Die Botschafterinnen und Botschafter des WGF Weltgesundheitsforums vereinen Fachwissen, Erfahrung und persönliches Engagement für eine neue Gesundheitskultur. In den folgenden Videostatements teilen sie ihre Visionen, Beweggründe und persönlichen Botschaften.

unsere Beweggründe

Ottawa Charta

Ein Konzept der WHO, das Menschen dabei unterstützt, ihre Gesundheit selbst zu stärken.

Rudolf Virchow

Ein Arzt und Wissenschaftler, der erkannte, dass Gesundheit massgeblich von den sozialen Lebensbedingungen geprägt wird.

Careum Gesundheitswelt

Ein Bildungs- und Gesundheitskonzept, das Menschen dabei hilft, Gesundheitskompetenz im Alltag zu entwickeln.

Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, am 21. November 1986 von der WHO im Rahmen der Ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung mit 240 Teilnehmenden aus 35 Ländern verabschiedet, markierte einen historischen Wendepunkt. Sie definierte Gesundheit neu: nicht mehr nur als Abwesenheit von Krankheit, sondern als „Ressource für das tägliche Leben".

Ihr Ziel war radikal: „Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000". Die Charta forderte, Menschen zu befähigen, ihre Gesundheit selbst zu bestimmen, und Lebenswelten so zu gestalten, dass die gesunde Wahl zur leichteren Wahl wird.

Das Weltgesundheitsforum (WGF) –
Erbe der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung

„Gesundheit wird von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt.”
— — WHO, Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, 1986

40 Jahre nach Ottawa:
Der Status Quo

Trotz immenser Fortschritte klafft weiterhin eine deutliche Lücke zwischen dem Wissen um Gesundheit und dessen tatsächlicher Umsetzung. Genau hier setzt das Weltgesundheitsforum an.

Das WGF versteht sich nicht als Konkurrenz zur WHO oder zu staatlichen Stellen, sondern als Katalysator für die Umsetzung. Wir warten nicht auf Gesetze – wir schaffen Fakten durch Netzwerke und Best Practices.

Rudolf Virchow

Der Vater der modernen Pathologie und Vordenker der Sozialmedizin

Soll die Medizin ihre große Aufgabe erfüllen, so muss sie in das politische und soziale Leben eingreifen.
— Rudolf Virchow

Gesundheitswelt
von Careum

Das Gesundheitswesen steht vor einem fundamentalen Wandel. Demografische Entwicklung, Zunahme chronischer Krankheiten und technischer Fortschritt verändern die Anforderungen an die Gesundheitsversorgung radikal. Careum setzt sich dafür ein, die Gesundheitsfachleute von morgen auf diese neuen Realitäten vorzubereiten.

  • „Grundlegende Bedingungen und konstituierende Momente von Gesundheit sind Frieden, angemessene Wohnbedingungen, Bildung, Ernährung, Einkommen, ein stabiles Öko-System, eine sorgfältige Verwendung vorhandener Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Jede Verbesserung des Gesundheitszustandes ist zwangsläufig fest an diese Grundvoraussetzungen gebunden.“

    Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung 1986

  • Der Kapitalismu bündelt die selbstsüchtigen Energien der Menschen. Er braucht ein gesellschaftliches Gegengewicht, das die mitmenschlichen Kräfte entfaltet. Das Sozial- und Gesundheitswesen muss die Wunden heilen, die ein zügelloser Kapitalismus schlägt: die Würde des Menschen, Mitmenschlichkeit und Gemeinschaft kultivieren.

  • Organisationen sind lebendige Organismen in einem komplexen Umfeld: 1. Selbstmanagement: Steuerung durch kollegiale Beziehungen mit Verwirklichungshierarchien, flexiblen Rollen und intrinsischer Motivation. 2. Ganzheitlichkeit: Beteiligung der individuellen Persönlichkeiten mit Authentizität, Freiheit, kollegialer Kooperation und gemeinsamer Verantwortung. 3. Sinn und Zweck: Orientierung am gesellschaftlichen Nutzen mit Vertrauenskultur und gemeinsamer Zielbestimmung.

  • Wir arbeiten auf ein neues Wirtschaftsmodell hin, in dem der Homo Oeconomicus durch eine mitfühlende Wirtschaft ersetzt wird. Mit mentalem Training können wir unsere Absichten ändern. Anstatt uns von Macht, Leistung, Belohnung oder Bedrohung motivieren zu lassen, können wir uns durch Verbundenheit und Fürsorge motivieren.

    Prof. Dr. Tania Singer
    Leiterin der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin.

  • Solidarität macht gesund! Die wissenschaftliche Datenlage belegt: Zwischenmenschliche Solidarität und soziale Teilhabe sind wichtige Gesundheitsressourcen. Menschen, die sich als kompetent erfahren, die soziale Resonanz finden und die bei Entscheidungen mitwirken können, sind weniger krank. Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit in der Bevölkerung steigen markant an, wenn das „soziale Bindegewebe" unter Spannung steht.

  • Zellen bilden im Körper einen Zellenstaat. Jede Zelle ist gleichberechtigt aber unterschiedlich begabt. Es ist entscheidend für Gesundheit und Krankheit, wie Zellen im Verbund agieren. Entwickeln sie gemeinsam genügend „Lebenskraft", können sie sich gegen krankmachende Einflüsse wehren und sogar Erreger in Schach halten. Mit vereinten Kräften lässt sich der Körper gesund erhalten.

    Rudolf Virchow und die Charité der Zukunft

  • „So sehe ich für den Menschen die einzige Chance darin, dass er zwei Einsichten endlich beherzigt: dass sein Schicksal mit dem der Mitmenschen in allen Teilen der Erde unlösbar verbunden ist und dass er zur Natur und diese nicht ihm gehört."

    Albert Einstein
    1859–1957

  • „Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben."

    Beschreibung erscheint hier(Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung, 1986)

  • „Die Liebe zum Geld als Besitz, im Unterschied zum Geld als Mittel, die Freuden des Lebens zu genießen, wird als das erkannt werden, was es ist: eine ziemlich ekelhafte Krankheit, eine dieser halbkriminellen, semipathologischen Neigungen, die man mit Schaudern den Spezialisten für Geisteskrankheiten überlässt."

    John Maynard Keynes
    1883–1946

  • „Die Ottawa Charta fordert zusammengefasst eine radikale Demokratisierung der Gesundheitsarbeit und das gilt auch für Pandemien."

    Ilona Kickbusch

  • „Die Zelle ist ein autonomes Subjekt, eingebunden in einen republikanischen Zellenstaat." So wie die einzelne Zelle als ein autonomes Individuum für den gesamten Organismus tätig sei, müsse auch der einzelne Bürger sein Verhältnis zum Gemeinwesen sehen.

    Rudolf Virchow

  • „Das Bakterium ist nichts, der Wirt ist alles."

    Robert Koch

  • „Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles."

    Louis Pasteur
    1822–1895

  • „Wir betrachten die Krankheit nicht als etwas Persönliches und Besonderes, sondern nur als die Äußerung des Lebens unter veränderten Bedingungen. (...) Jede Volkskrankheit, mag sie geistig oder körperlich sein, zeigt uns daher das Volksleben unter abnormen Bedingungen, und es handelt sich für uns nur darum, diese Abnormität zu erkennen und den Staatsmännern zur Beseitigung anzuzeigen."

    Rudolf Virchow
    1821–1902

  • „Die Erreichung des optimalen Gesundheitszustands der Versicherten muss auch zur ökonomischen Zielgröße aller Beteiligten im Gesundheitswesen werden."

    H. Hildebrandt

  • „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."

    Albert Schweitzer
    1875–1965